Ebola

Mittlerweile ist es schon weit über ein halbes Jahr zurück, dass das Thema Ebola wieder verstärkt in der Presse ist. Ende März diesen Jahres berichtete Spiegel Online zum ersten mal, dass Dutzende Menschen in Guinea an Ebola gestorben sind. Das Virus hat sich seit dem immer weiter in Westafrika ausgebreitet. Zunächst über Liberia und Sierra Leone, dann weiter über Nigeria und den Senegal.

Bis heute sind allein im Jahr 2014 über 6.800 Ebola Fälle bekannt geworden, über 3.100 Menschen sind bereits an dem Virus gestorben. Schaut man sich die Anzahl der Todesfälle durch Ebola über die vergangenen 40 Jahre an übersteigt die Anzahl der Todesfälle in 2014 alle anderen Jahre um ein Vielfaches. Auf der australischen Website von ABC News ist ein dazu eine Timeline zu finden.

Auf Spiegel Online ist eine interaktive Grafik veröffentlicht worden, welches eine mögliche Verbreitung des Virus auch nach Europa simuliert. Die Einfallstore nach Europa wären demnach die Flughäfen in London (Gatwick) und Paris (Charles de Gaulle). Auch wenn für die WHO eine Pandemie bislang noch als unwahrscheinlich eingestuft wird, wird trotzdem mit bis zu 20.000 Ebola Infizierten gerechnet. Die enge Vernetzung der heutigen Welt durch weltweite Flugverbindungen trägt maßgeblich zu einer beschleunigten Verbreitung bei.

Ebola

Quelle: www.flickr.com
Fotograf: European Commission DG ECHO
License: Creative Commons 2.0

Vergangene Woche wurde schließlich der erste Ebola Fall in den USA bekannt. Der Patient in Dallas (Texas) hat sich voraussichtlich in Liberia infiziert. 6 Tage nach seiner Einreise in die USA suchte er einen Arzt auf um sich behandeln zu lassen. Dann passiert das katastrophalste was passieren kann. Der Patient wird mit Medikamenten wieder nach Hause geschickt. Erst als es ihm nach Tagen immer noch nicht besser geht wird er auf Ebola getestet. Dadurch stehen mittlerweile 80 weitere Personen die mit ihm in Kontakt gewesen sein könnten unter Infektionsverdacht.

Ich hoffe sehr, dass sich das tödliche Virus nicht weiter ausbreitet. Schaut man noch Filme wie „Outbreak – Lautlose Killer“ von Wolfgang Pertersen an, kriegt man es tatsächlich mit der Angst zu tun. So sehr unterscheiden sich die Bilder des Filmes von den Bildern aus den Nachrichten gar nicht.