Da ich an den letzten Etappen abends leider keine vernünftige Möglichkeit hatte ins Internet zuzugreifen, reiche ich jetzt die Berichte für die letzten Etappen nach. Ehrlich gesagt, war es mir auch gar nicht so unrecht, da ich abends immer sehr K.O. war
Mittlerweile bin ich wieder gut zu Hause angekommen und hab mich soweit auch wieder etwas erholt. Eines vorweg: Ich hab alle Etappen geschafft und bin in Bad Neustadt an der Saale angekommen.
Die sechste Etappe startet wieder bei gutem Wetter in Linz am Rhein und führt in Richtung Westerwald. Leider habe ich für diese Etappe kein Höhenprofil, welches ich online stellen könnte. Auf jeden Fall ist es sehr wellig und der längste Anstieg bringen wir gleich morgens zu Beginn hinter uns. Der Weg führt über ein Franziskanerkloster in Glockscheid. Kurz vor dem Ziel lasse ich mich von unserem Guide Thomas, zu einem Bergsprint überreden. Gift für das Knie aber es macht so viel Spass
Nach insgesamt 145 km und 2.500 Höhenmeter erreichen wir Wiehl. Leider liegt mein Hotel nochmal 5 km außerhalb von Wiehl. Gott sei Dank, hat das Orga Team das Gepäck direkt ans Hotel gebracht. Sogar für die abendliche Pasta-Party wurde ein Shuttle Bus organisiert. TOLL!

Bevor Etappe 7 in Wiehl startet und wir uns auf den Weg nach Frankenberg machen steht noch etwas besonderes auf dem Programm
Sille und Jan geben sich das JA-Wort. Das extra für die beiden vorbereitete Rennradgespann brach allerdings schon beim ersten Pedaltritt auseinander. Die beiden begleiten uns auf ihrer Flitteretappe in der roten Gruppe. Mit etwas Verspätung machen wir uns auf den Weg nach Frankenberg. Vor uns liegt eine wellige Etappe mit vielen Steigungen. Meinem Knie geht es erstaunlich gut. Während die ersten schon auf den Besenwagen umgesattelt haben, kann ich noch Gas geben. Auch der letzte Steile 300 hm Anstieg geht leichter von der Hand als gedacht. Leider sind in Frankenberg die Hotels wieder sehr weit auseinandergelegen, so dass ich noch 8 km nach der Zielankunft zusätzlich zurücklegen muss. Immerhin sind keine größeren Steigungen zurückzulegen. Das Gepäck wartet glücklicher Weise auf mich am Hotel.

Die vorletzte Etappe führt uns von Frankenberg nach Hünfeld. Wir verlassen Frankenberg in Richtung Norden. Nach einem ersten Anstieg geht es in einer schönen Abfahrt zum Edersee, wo auch schon Michl mit der ersten Getränkeverpflegung auf uns wartet. Neben einigen Anstiegen macht uns heute auch noch verstärkt der Wind zu schaffen. Nach weiteren ca. 30 km in hartem Gegenwind wartet endlich die Mittagsverpflegung auf uns. Diese ist heute auch Bitter notwendig. Zur allgemeinen Aufheiturung warten wieder Köstlichkeiten und Volkers “Gute-Laune-Musik” auf uns. Außerdem bekommen wir eine 1A-Performance der Verpflegungscrew zu sehen
Nach insgesamt 167 km und 2.550 hm kommen wir ziemlich fertig in Hünfeld an. Dafür residieren wir heute im luxuriösesten Hotel dieser Rundfahrt. Die Pasta-Party war ein Traum.

Die neunte und letzte Etappe startet heute schon um 7 Uhr. Wir müssen auf die schnelle, schwarze Gruppe einen Vorsprung herausfahren um möglichst gleichzeitig am Treffpunkt vor Bad Neustadt einzutreffen. Die Etappe startet morgens sehr wellig und die Berge fallen mir sehr schwer. Ich schiebe es nicht auf meine Fitness sondern auf die frühe Uhrzeit. In Poppenhausen wartet schon sehr früh die Mittagsverpflegung auf uns, bevor es 7 km hinauf auf die Wasserkuppe geht. Nach einer tollen Abfahrt geht es weiter zum Schwedenwall. Von dort aus wartet noch eine viel genialere Abfahrt auf uns 300 hm über knapp 5 km auf nagelneuem Asphalt. Hier knacke ich zum ersten Mal die 80 km/h Marke. Es standen 81,3 Stundenkilometer auf dem Tacho
Im Tal angekommen wartet wieder Michl mit der Getränkeverpflegung auf uns, bevor es hinauf zum Kloster Kreuzberg geht. Günni ist kaum zu halten. Immerhin gibt es dort oben das leckere Kreuzberg Bier. Die letzten Meter sind hart und die Beine brennen aber auch den letzen großen Berg dieser Rundfahrt wird kleingebügelt. Oben angekommen gibt es einen Radler zur Belohnung. Im Anschluss geht es fast nur noch Berg ab. 5km vor Bad Neustadt treffen sich alle Gruppen. Die Straßen wurden von der Polizei abgesperrt und ca. 17o Radfahrer machen sich gemeinsam auf den Weg in die Innenstadt. Tolles Gefühl in einer so großen Gruppe zu fahren und zu wissen, die Tour geschafft zu haben.
